ANNE

ANNE ist eine klassische „Slup“ getakelte Yacht. D.h. wir haben einen Mast, an dem das Großsegel von ca. 30qm hängt sowie eine Genua mit weiteren knapp 50qm. Zusätzlich können je nach Windverhältnissen eine Sturmfock von 12qm, oder bei wenig und mittlerem Wind unser 112qm Parasail / Wingaker (Parasail.at). Das Parasail ist unser Raumwindsegel, welches uns sicher und komfortabel über den Atlantik getragen hat.
Annes Rumpf ist aus solidem Kunststoff (GfK) gefertigt und erstreckt sich auf über 12,6m Länge sowie 3,9m Breite. Wir dürfen uns als dritte Eigner von Anne an dem sehr guten Zustand und die tolle Verarbeitungsqualität der französischen Großserienwerft Beneteau erfreuen.

Technische Daten:

Rufzeichen: DD3083

Maritime Mobile Service Id. (MMS): 211625170

Länge über alles: 13,15m, Breite 3,9m, Tiefgang 2,1m, Höhe 16,57m

Wasserkapazität: 540l, Treibstoffkapazität 200l

Leergewicht: 8,8t

Motor: Yanmar 75 PS

Kojen / Kabinen: 8 / 3 (4)

Toiletten / Bad: 2 /1

Baujahr: 2005

Grundriss
Salon mit Esstisch
Navigationsecke

Elektronische Helfer:

Anne ist mit einer Vielzahl an elektronischen Systemen ausgestattet, die einerseits die Sicherheit an Board erhöhen und andererseits notwendige Ausrüstungsmerkmale sind, die das Leben auf einem Fahrtenschiff angenehmer machen.

Wie wird auf Anne navigiert? Einerseits klassisch mit Papierkarten und Zirkel, Bleistift und Kurslineal. Ergänzend haben wir am Steuerstand einen Kartenplotter (ähnlich wie ein iPad, nur viel einfacher in der Funktion und unbequemer im Handling) sowie unter Deck im Salon einen PC der ebenfalls elektronischen Karten anzeigt wie der Plotter. Weil Redundanz ein wesentliches Kriterium für Fahrtenyachten ist, darf das iPad mit elektronischen Karten natürlich auch nicht fehlen.

Wie wird auf Anne kommuniziert? Wir haben wie jedes Schiff über 12m Länge eine festeingebaute UKW-Funkanlage in der Navigationsecke. Zusätzlich haben wir noch ein UKW-Handfunkgerät an Deck mit dem wir uns an Board verständigen können (z.B. beim Anker setzen oder Segelmanöver) oder auch mal vom Beiboot aus zur Anne. Ferner haben wir ein festeingebautes Satelliten Telefon mit dem wir uns in Notfällen überall auf der Welt verständigen können aber auch viel wichtiger, täglich den aktuellen Wetterbericht auf den PC laden können. Anhand von sogenannten Gribfiles haben wir immer die aktuellste Wettervorhersage von Wetterwelt.de einem kommerziellen Anbieter aus Kiel von Gribfiles an Board. Sollten wir in Reichweite eines WLAN Netzes sein, so können wir dieses mittels unser WLAN Antenne über einen angeschlossenen Router im Schiff verteilen und alle Crewmitglieder somit glücklich machen ;-).

Wie wird auf Anne Strom erzeugt? All die oben aufgeführten Geräte und die vielen Meer die nicht erwähnt wurden, müssen irgendwie ihren Strom erhalten. Auch auf der Anne haben wir Steckdosen, diese verfügen jedoch nur im Hafen über den von uns so selbstverständlich betrachteten Strom. Auf See müssen wir uns anders behelfen bzw. sind auf das 12V Boardstromnetz angewiesen. Läuft der Motor, so übernimmt dieser die Stromversorgung. Da wir jedoch kein Tanker sind, haben wir nur begrenzte Dieselvorräte und  müssen uns also was anderes einfallen lassen. Dank des EEG (Energieeispeisegesetz) sowie findiger Tüftler gibt es inzwischen ein breites Angebot an Solarzellen und Windgeneratoren. Wir haben in Summe 300 Watt an Solarzellen sowie 350 Watt durch den Windgenerator an Board. Weht der Wind mit mehr als 4 Beaufort oder scheint die Sonne, so sollte dies unseren Bedarf annähernd decken.

Wie wird auf Anne gekocht? Wir kochen mit Gas. In der Pantry (Küche) haben wir ein zweiflammiges Kochfeld, einen Herd sowie für die schönen warmen Tage auch einen Gasgrill der an der Reling befestigt wird. Dank Olaf, Nettes Cousin können wir nun auch mittels eines Inverters kleinere 220V Geräte aus unserem 12V Bordnetz bedienen. So können wir z.B. einen Reiskocher verwenden oder aber auch einen Kombimixer mit dem Shakes hergestellt werden können oder Mehl zum Brotbacken gemahlt werden kann.

Weitere Ausstattungen:

Windfahne Pacific von Peter Foerthmann, Windpilot.de – ein mechanischer „Autopilot“ der ganz ohne Strom das Schiff auf einem Kurs zum Wind hält

Beiboot mit 5PS Yamaha 2-Takt Außenborder – ein muss wenn man trotz 2,1m Tiefgangs in Buchten mal trockenen Fußes an Land möchte

Radar, AIS und Epirb – alles tolle technische Errungenschaften, die die Navigation erleichtern und/oder die Sicherheit erhöhen