Moana – kleine Teile von großer Wichtigkeit

Eigentlich sollte es längt weitergehen, wir haben bis Montag morgen eine Ankergenehmigung für die Insel Cies, doch nun liegen wir wieder in der Marina Punta Lagoa. Nicht das es uns dort nicht gefällt. Das Gegenteil ist Fall. Die Leute sind sehr hilfsbereit und freundlich, wie übrigens bisher überall in Galizien, die Hektik der Großstadt Vigo ist fern und der Tagesplatz mit 26 Euro sehr günstig. Wir haben die letzten beiden Tage vor Anker gelegen, einmal herrlich in der Bucht Ensenada de San Simon, gleich um die Ecke, die andere Nacht nicht weniger schön am Rande der Kleinstadt Moana, direkt gegenüber von Vigo auf der anderen Seite der Ria. Herrlicher Blick auf die Großstadt mit grandiosem roten Abendhimmel.

Nachdem wir unser Tagesprogramm von Schule, Einkaufen gehen, Strandgang und Boots-Cleaning absolviert hatten, sollte der Anker gelichtet werden und gegen 16 Uhr die Insel Cies angelaufen werden. Nachdem sich das Ankerlichten etwas verzögertet (später stellte sich heraus, dass wir einen gebrochen Bolzen an der Förderwinsch haben) machte es „Plong“ und ein etwa 15cm langer und 7mm dicker Stahlstift purzelte aufs Deck. Verdutzt schaute ich auf meine Angetraute, da wir doch fest vor Abreise vereinbart hatten nicht mit harten Gegenständen nach dem jeweils anderen zu werfen, erntete jedoch einen ebenso fragenden Gesichtdseindruck. Bei gemeinsamer genauerer Beschauung stellte wir fest, dass sich einerseits am Kopf des Grossegels eine kleine Schraube die den Bolzen bisher hilt, verschwunden war. Zum anderen fiel unserem geschulten Blick auf, dass auch der Lümmelbeschlag (nein, nicht was ihr denkt), eine sehr kritische Verbindung zwischen Mast und Baum bereits auf halbacht hing, weil sich ein Sicherungsstift stillschweigend verabschiedet hatte. Alle notwendigen Reparaturen werden überschaubar sein, da jeweils nur kleinere Teile erneuert werden müssen.
Dennoch wird uns dies eine Lehre sein, noch genauer bei den regelmäßigen Checks auf fehlende Splite, Sicherungsringe etc. zu achten.

Morgen geht es dann verspätet nach Cies weiter, um dann erneut am Montag hier in der Marina Stop zu machen und die notwendigen Restarbeiten erledigen zu lassen.

Was ist sonst noch passiert in aller Kürze: Wir haben die bislang besten von Nette selbstgebackenen Brötchen auf der Anne genossen, Torge schreibt nun sogar schon fast alle Ziffern und freut sich aufs baldige Rechnen und Neele und Torge bekommen ihren eigenen Angelkasten.

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