Ist Segeln eigentlich immer schön?

Ja, zumindest in der überwiegenden Anzahl der Tage. Dank moderner wetterfester Kleidung kann einem auch ein bisschen Sommerregen nicht viel anhaben. Gestern war so ein Tag. Bei tollem Sonnenschein haben wir die Marina Bagenkop auf der dänischen Insel Langeland verlassen, mit Ziel Kiel. Leichter Wind leitete uns direkt in eine Regenzone und sorgte dafür, dass wir zum ersten Mal auf Anne richtig nass wurden. Zum ersten Mal stimmt nur bedingt, denn schon bei der Überführung aus Holland, hatten wir einen ganzen Tag Dauerregen zu verknusen. Dank unser angepassten Wetterbekleidung hatte dies jedoch weder uns noch die Kinder sonderlich beeindruckt oder gestört. In eindrucksvoller Weise konnten wir diesmal lernen, dass ein gutes Markenölzeug auch nur so viel hält, wie die Produktbeschreibung hergibt. In unserem Fall, war die komplette Durchnässung vertikal von der Hüfte abwärts damit zu erklären, dass wir unsere Regenhosen vergessen hatten. Diese lagen trocken in Hannover und wurden bei der Abreise schlicht vergessen ;-(.

Nach 6h Überfahrt, davon 3 im Regen, haben wir uns dann die nähest liegende Marina Wendtorf ausgesucht und die Nacht hier verbracht. Die buckelige Überfahrt hat wieder viele Dinge hervorgebracht, die noch vor der geplanten Querung des Englischen Kanals geändert werden müssen. Selbständig öffnende Türen, willenlose Schuhe im Salon, ein Bimini was die Winschbedienung einschränkt, etc.. Wie so häufig, wird ein Punkt auf der To-Do Liste gestrichen und mit fünf neuen ersetzt.

Zum Abend war das Wetter dann wieder versöhnlich. Einen herrlichen Ostsee-Sundowner und eine tolle Gesamtwetterprognose für das Wochenende mit Herbert und den Kindern, läßt uns die vielen Aufgaben die vor uns liegen vergessen.

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