Bermuda – Zwischenstopp mitten im Ozean

Seit 7 Tagen sind wir nun auf Bermuda und genießen die ruhige Zeit vor dem nächsten langen Schlag. Die Tage haben außer dem Schulunterricht den wir täglich gestalten, keinen festen Tagesablauf. Das ist das schöne beim Reisen, man plant nichts und dennoch ist kein Tag wie der andere. Nachdem neben der TAKAMAKA, ROTE GRÜTZE und LUBINI am Tag nach unser Ankunft nun auch noch die AMAZONE zu uns ins Ankerfeld stößt, ist die Ankerbucht in Hand der Deutschen! Noch vor ein paar Jahren, war das gar nicht so einfach. Die diversen Festungen an allen strategischen Punkten quer verstreut über die Insel zeugen von den „Rangeleien“ um Bermuda. Die Englische Flotte hat über die Jahre ihre Festungen immer weiter ausgebaut und so gegen die Eindringlinge erfolgreich verteidigen können. Auf unseren Ausflügen besuchen wir das Fort St.Catherine, welches nahe des nordöstlichen Hafens George Town liegt, in dem wir einklariert haben. Die Besichtigung des Forts gibt Aufschluss über die damalige Zeit und erklärt anhand von beeindruckenden Kanonen mit denen das Gelände gesäumt ist, dass die Briten der Verteidigung des Empires hohe Bedeutung zustanden. Jede Kanone, ja sogar die zentnerschweren Projektile mit denen auf die feindlichen Schiffe geschossen wurde, entstammten den Gießereien Londons und wurden zu den Nutzungsorten rund um die Welt zugestellt. Die Wanderungen rund um St.George sind eine willkommene Abwechslung zu den vergangenen Tagen des Segeln. Rückblickend verblasst die anstrengende Tour zunehmend, die Freude des Wiedersehens und die Aktivitäten in und um St. George überwiegen. Während die ersten Tage mit dichter Bewölkung und Temperaturen um 20 Grad heimatliche Gedanken aufkommen lassen, so gibt Petrus sich in den folgenden Tagen wieder richtig Mühe. Selbst ein Bad im Wasser, um eine Wartungsarbeit am Bugstrahlruder durchzuführen, kann ohne Unterkühlung erfolgreich durchgeführt werden.

Das Ankommen in Bermuda ist leicht, sind doch viele bekannte und neue Gesichter zur Stelle, die allesamt ein großes Lob verdienen. Der englische Einhandsegler Olli, rudert am Nachmittag vor seiner Abfahrt, die für den nächsten Tag feststeht, von Boot zu Boot und schlägt ein gemeinsames BBQ auf der angrenzenden Insel vor. Weder wir noch die übrigen Crews lassen sich lumpen und schon ist die erste handfeste Feier besiegelt! Ca. 20-30 Segler aus fast ebenso vielen Nationen versammeln sich spontan und bleiben bis weit in die Dunkelheit auf der kleinen Insel, die der Ankerstelle gegenüberliegt.

Bermuda verstreut wieder diesen Duft der Fahrtensegler süchtig macht und den wir zuletzt auf Porto Santo in uns aufgesogen haben. Alle Segelschiffe, die hier eintreffen, haben eine satte Langfahrt hinter sich und wahrscheinlich eine noch viel größere vor sich. Ohne überheblich klingen zu wollen, was vielleicht nicht möglich ist, adelt dies die Teilnehmer unweigerlich. Der Stolz und die Müdigkeit die den Blicken der Ankommenden zu entnehmen ist, führt uns das eben selbsterreicht deutlich vor Augen. Wunderbar und schwer zu vermitteln, wenn man es nicht selbst erlebt hat.

Bermuda selbst ist überraschend dicht besiedelt und hat europäische Standards was Supermärkte und öffentliche Verkehrsmittel angeht. Dennoch ist Bermuda sehr relaxed und wenig hektisch, auch das gefürchtete hohe Preisgefüge hat uns nicht so hart getroffen. Die Messlatte der Bahamas lag bereits so hoch, dass wir doch tatsächlich bei fast allen Lebensmitteln 20-30% reduzierte Preise sehen. Sicher nicht billig und schon gar nicht auf einem europäischen Preisniveau, aber bezahlbar, vor allem, wenn man bedenkt, dass wir auch hier vor Anker liegen und keine Marinakosten zu zahlen haben. Da können einen auch die 140US$ Einklarierungsgebühren nicht abschrecken, echt geschenkt und sogar über 50% unter denen auf den Bahamas ;-). Wie sagt es doch Axel von der ROTEN GRÜTZE so passend: „Bei potenziellen Marinagebühren von 3US$ / Fuß sparen wir uns hier vor Anker noch richtig reich!“ ;-)) Recht hat er!

Was ist sonst noch so passiert:
– Wir haben die Hauptstadt Hamilton besucht und dort den einzigen Strand auf der westlichen Atlantikseite getroffen, bei dem Erwachsene 5 Dollar Eintritt zahlen ;-(
– Das Americas Cup Segelteam ORACLE Team USA hat Quartier am Royal Naval Dockyard in Hamilton bezogen, um sich auf die Verteidigung des Cups vorzubereiten.
– Die Kinder haben ihre Roller wieder ausgepackt und drehen begeistert ihre Runden.
– Wir haben den ersten Wahoo gegessen, vom Fischer gekauft, lecker!
– Unsere Palme von den Bahamas hat sich von Deck geschlichen, als sie Bekanntschaft mit einer etwas höheren Welle gemacht hat.
– TAKAMAKAs Jonathan und Clarissa sind bereits gen Grönland aufgebrochen – Euch beiden alles Gute und friert Euch nicht die Finger ab.

So herrlich verabschiedet uns die Karibik, Bahamas
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Kurzer Test ob die Strumfock auch wirklich segelbar ist – sie ist es
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Lesen bestimmt die Tage der Überfahrt nach Bermuda
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Zumindest wenn es die Wellen zulassen
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Sonnenuntergang auf dem Atlantik
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Bermuda – Land in Sicht
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Einfahrt von Bermuda, großzügig betonnt.
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Yes, we did it again!
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Kinder abseits der Grillfeier auf Endeckungstour
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So kann Neele stundenlang hängen…
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…Torge nicht 😉
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Beim Grillen wir eine unbewohnte Insel samt Gebäuden okkupiert.
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Olli, der Cheforganisator beim Auslaufen, single handed, zurück nach Europa!
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Bermuda ist bunt, nicht nur die Shorts.
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ANNE liegt gegenüber der ‚BBQ-Insel‘
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Ich hab dich gesehen
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Gehäkelte Socken über Bäume
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Hier ziehen wir irgendwann mal ein
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Keiner bewegt sich
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So langsam wird es voller in der Bucht, auch diverse Megayachten treten die Strecke zurück an, vornehmlich geht es ins Mittelmeer.
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Rainbow, eine J-Class, wunderschön und wunderteuer. Wir hatten sie bereits in Lanzarote vor unser Abfahrt kurz gesehen und dann immer wieder in der Ostkaribik.
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Ein sagenhaftes Angebot von Muffins, großartig!
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Bermuda Shorts und Kniestrümpfe, ein durchaus alltäglicher Businesslook auf den Straßen von Hamilton
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Royal Naval Dockyard, Hamilton – hier legen die diversen Kreuzfahrtschiffe an
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Yes – we survived and even enjoyed it!
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Glasblaserei
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Am Rande der Royal Dockyard – Der teuerste Strand der Karibik – 5 Dollar Eintritt pro Erwachsener, Kinder sind frei
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Da hinten müssen wir noch hin …
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… aber nicht mit dem Tretboot …
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Team ORACLE USA hat hier Stellung bezogen um den Cup erneut zu verteidigen
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High Speedfähre von Dockyard Hamilton nach St.Geoarge – So fühlen sich also 30kn Geschwindigkeit an, aha.
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Lecker Wahoo
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Ein Gedanke zu „Bermuda – Zwischenstopp mitten im Ozean

  1. … das hört sich alles wieder sehr entspannt an. Tolle Fotos und ein Bericht, der mir immer wieder deutlich macht: das wird die 3 jüngsten Crew Mitglieder prägen.
    Genießt die Tage, die Überfahrt kann hart werden. „wetterwelt“ zeigt bei ihrer Prognose für die 5 nächsten Tage für jeden Kurs immer wieder einen Tag mit Starkwind und Böen 6-8 bf, denen man nicht ausweichen kann …
    Macht’s gut!

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