Bahamas Warderick Wells u. Nassau – Wo Gegensätze nicht größer sein können

Nach einer entspannten Woche in den Weiten der Bahamas genießen wir zum Abschluss der gemeinsamen Zeit mit Herbert und den Kindern den „Land und Sea Park“ in Warderick Wells. Glasklares Wasser, an dem wir uns einfach nicht sattsehen, sattschwimmen können, so weit das Auge reicht. Für 30 US Dollar nehmen wir eine der Bojen. Ankern ist nicht erlaubt und im schmalen Kanal mit massiver Strömung auch nicht zu empfehlen. Wir schnorcheln an einem nahegelegenem Riff, sehen gleich zwei Adlerrochen und wenig später einen Riffhai. Wie selbstverständlich genießen die Kinder den Moment, ist keine Aufregung oder Angst zu spüren. Eins mit der Natur nennt man das wohl, ein ergreifender Moment.
Später werden Hannes, Herbert und Annelie in den Mast der ANNE hochgezogen. Von der Spitze kann man über die flache Insel gucken und sieht den rauen Atlantik. Ein großer Rochen (ca. 2m) zieht an der ANNE vorbei, also alle runter vom Mast und ab ins Dinghi und hinterher Schnorcheln ;-).

Viel zu früh verlassen wir nach einem Tag Aufenthalt den Naturschutzpark. Der Skipper hat ein enges Programm getaktet, ferner geht ja auch irgendwann der Flieger wieder in Nassau.
Eine herrliche 30sm Überfahrt mit unserem Wingaker / Parasail läßt jeglichen Zweifel verfliegen. Die Bahamas sind traumhaft und die 700sm lange Überfahrt von den BVIs hierher hat sich in jedem Fall gelohnt. Unberührte Natur und einsame Strände sind die Belohnung.

Sie haben es nicht anders gewollt, könnte man sagen. Angekommen in Nassau, Hurrican Hole Marina ändert sich der Auftritt der Bahamas schlagartig. Die 370.000 Einwohner umfassende Stadt versprüht den Charme einer Millionenstadt. Wir haben uns in die zweitteuerste Marina der Insel eingebucht. Mit knapp 3,5 US Dollar pro Fuß zahlen wir an einem Tag etwa soviel wie auf dem europäischen Festland in einer Woche. Wir tun dies nicht weil wir des Ankens satt sind, sondern vielmehr, weil das Atlantis Resort lockt. Atlantis ist ein Hotel der Spitzenklasse, welches Nette und ich bereits 2006 einmal im Auftrag meines Arbeitgebers besuchen durften. Mitten auf der Insel „Paradise Island“ ist eine Traumwelt Atlantis geschaffen. Neben jede Menge Wasserattraktionen, Rutschen, Bächen die mit Tubes befahren werden können, hat man in die einzigartige Architektur vielfälltigste Aquarien eingebunden. Hammerhaie, Rochen, Riffhai, Schildkröten, Barracudas, Snappers, etc. alles erdenkliche schwimmt in den riesigen Bassins herum und vermittelt den Eindruck, als ob man sich mitten im Meer befände.
Wo Licht da auch Schatten. Zugegeben 2006 als wir das Resort besuchten, war es fast leer, konnten wir alle Attaktionen für uns fast ganz privat und alleine entdecken. Dieses Mal während der Osterwoche ist das Hotel mehr als voll, eher überfüllt. Die halbe USA scheint eingefallen zu sein und trifft sich so an den diversen Schlangen vor den Spaßeinrichtungen wieder. Aber was solls, wir wollten es ja so und genießen es sehr.

Ach ja noch zum Schluss der Clue – wenn man in die überteuerte Marina einfährt, ist der Eintritt in den Atlantis Wasserpark inkludiert, also für uns als achtköpfige Crew sogar billiger als der Eintritt allein für das Atlantis. WLAN für 25 Dollar am Tag und teuren Strom muss man ja nicht in der Marina nehmen. Ende gut alles gut

Warderick Wells – Der Land & Sea Naturschutzpark ist eines der Aushängeschilder der Bahamas
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Wir machen an einer Boje in mitten eines engen Channels fest, die wir zugewisen bekommen. Später bei der Schnorcheleinweisung bekommen wir mit, dass direkt unter unserem Kiel in 3m tiefe ein alts Schiffswrack liegt… Bahamian Humor 😉
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Mangrovenfelder welches bei Flut überflutet ist
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Traumstrände ganz alleine für uns!
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Das Bild ist natürlich nicht echt ;-))
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Kanus zur freien Verfügung, einfach Klasse!
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Dinghi fahren macht immer noch Spaß
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Der Schatten auf dem Grund ist der Mast der ANNE, unfassbar
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Zeit für Sport, herrlich
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Ostern mal anders
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Gar nicht so einfach ein Versteck zu finden
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Damit wird die Überfahrt ein Klacks, oder?
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Am Ende sind alle glücklich
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ANNE unvergesslich
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ANNE gefällt mir
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Unser Parasail bei 90 Grad am Wind
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ANNE ist schnell unter dem Parasail – 9,2kn Wahrerwind, Speed over Ground 5,4kn wahnsinn und das vollbepackt.
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Iguana bei Allan Cay
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Krebsrennen – Herberts gewinnt, meiner bewegt sich nicht einen Milimeter
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Iguana – nein die fressen Euch bestimmt nicht, wurden doch gerade erst gefüttert
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Life is good to us
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ANNE Crew – was für ein tolles Team
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Atlantis Resort – was für ein Kontrast, statt Menschenleere nun Massentourismus
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Wichtiger Tip für segelnde Reisende in den Bahamas. Die sonst so geschätzte Navionics App ist hier nutzlos, da die Karten einfach nicht detailliert genug sind. Viel besser ist die Garmin Bluechart Mobile App. Die Garmin App basiert auf den sehr detaillierten Explorer Charts, die wir zusätzlich noch an Board haben. Anbei ein kleiner Vergleich, der deutlich macht, das die 30 Euro gut investiert sind. Ferner zeigen die Karten im Mittel 50cm bis 100cm zu geringe Tiefen an. Anders herum – trotz unseres Tiefganges von 2,1m kamen wir überall hin wo wir wollten und haben auch Bereiche überfahren, die mit 2m eigenlich nicht passierbar für uns waren. Der Tiedenhub von 90cm kann hierfür nicht alle verantwortlich sein, da sich unsere Erfahrungen auch bei Niedrigwasser so darstellten.

Hier das Navionics Chart:

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Und hier die Bluecharts von Garmin -was für ein positiver Unterschied:

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