Archiv für den Tag: 25. Juli 2015

Makkum – unser erster richtiger Sturm – alles gut!

Eigentlich wollten wir schon längst weiter sein. Nach Amsterstam verschlägt es uns in das malerische Muiden sowie das recht stark von internationalen Touristen frequentierte Volendam. Herje sind da auf einmal viele Menschem am Kai, genießen ‚lekker frietjes‘, Softeis und sonstige Köstlichkeiten. Nach einer Nacht im kuscheligen Althafen von Voldendam, machen wir uns weiter direkt auf den Weg nach Makkum. Fast 40sm, also eine halbe Ewigkeit ;-), segeln wir auf dem Ijsselmeer vor uns hin. Wunderschönes Wetter hat sich zwischenzeitig zu uns gesellt. Sonne und Wind um die 15kn, einfach herrlich wie die ANNE auf dem fast spiegelglatten Wasser vor sich hin pflügt. Gerade mal zwei Jahres ist es her, da wollten wir zum ersten mal auf dem IJsselmeer ein Boot mit der Familie chartern. Was war das seinerzeit für ein Entschluss oder sind wir seit dem groß geworden. Schaffen wir das, können wir ein so großes Schiff überhaupt als Familie beherrschen und dann noch auf dem IJsselmeer? Kurzentschlossen waren wir damals dann auf Kroatien geschwenkt, da uns dort im Oktober noch Wärme erwartete. Der Urlaub verlieb super, alles klappte, und wie die Geschichte weiter ihren Lauf nimmt erstaunt uns noch immer.

Der Wind heult noch immer in den Wanten der Schiffe, hier im Makkumer Hafen. Makkum gefällt uns, da die Infrastruktur für Familien geradezu perfekt ist. Ein Schwimmbad, eine Erlebnishalle wo in den Ferien allerhand Attraktionen für Kinder geboten werden, so wie eine Marina die weit günstiger ist, als alles was wir von Reisenden in England hörten ;-). Das IJsselmeer hat nicht umsonst einen familenfreundlichen Ruf. Kurze Distanzen zwischen den Häfen ermöglichen Tagesetappen die jedermann leicht und angenehm empfindet. Wenn es so wie heute pfeift, dann bleibt man halt im Hafen und wettert bei einer Tasse Tee oder Kaffee einfach ab.
Für heute waren in Spitzen 10 Beaufort angesagt und dies ist nicht untertrieben. Gegen 16:00 Uhr setzt urplötzlich nach einer beinahe windstillen Stunde der Sturm ein. Es brüllt in den Wanten und zerrt an den Festmachern. Trotz einer guten abgeschirmten Marina im Landesinneren, fegen die Böen mit über 40kn über unsere ANNE hinweg. Draußen auf der Nordsee soll es in Böen mit über 50kn pfeifen., wie gut, dass wir Wetterwelt als Windprovider haben und uns schon frühzeitig gegen eine Weiterfahrt nach Terschelling, eine der friesischen Inseln, entschieden haben. Außer ein paar abgerissenen Fahnen bleiben die Marinagäste vor weiteren Schäden weitestgehend verschont. Gut so, morgen soll der Spuk ein Ende haben, so dass wir weiter nach Helgoland oder Cuxhaven können. Eine weitere lange Etappe von gut 160sm liegt vor uns. Mit auflaufendem Wasser werden wir gegen 14:00 Uhr die Marina verlassen und uns dann einen Weg durch das flache Wattenmeer suchen. Laut heutiger Sicht sieht es also so aus, dass wir unsere „Termine“ einhalten werden:

Helgoland: ca. 27.-29.7.
Cuxhaven: 29. u. 30.7
Glückstadt: 31.7.
Hamburg Cityhafen: Ankunft am 1.August mit der einlaufenden Flut, ca. 16:00 Uhr
Ab 10.8. Überführung der ANNE in die Ostsee nach Heiligenhafen.

Irgendwie einleuchtend 😉
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Schloss bei Muiden
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Endlich wieder etwas Bewegung
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Nichts als platte See, herrlich
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Ausfahrt bei Muiden – so viele Schiffe wie auf dem IJsselmeer haben wir nirgendwo anders gesehen
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Segeln ohne Welle – ja geht. Sogar kochen macht wieder Spaß unter Deck
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Volendam, voll aber trotzdem nett
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Die ankernde Lagoon im Hintergrund läßt Karibik Erinnerungen aufleben
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Segeln in Holland heißt mindestens einmal täglich zu schleusen – alle packen an
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Traditionssegeler wie sie in Dutzenden zu sehen sind
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Kunstunterricht der andern Art: Torges Männchen bei der Kinderanimation in Makkum
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Neeles Männchen – nur das gar keine Männchen sondern Fahrtzeuge modelliert werden sollten, aber das haben wir nicht so richtig sprachlich verstanden
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