Archiv für den Monat: Juli 2015

Cuxhaven – toller Empfang, Trans Ocean u. SVC Marina vielen Dank!

Cuxhaven ist eine Reise wert, das wussten wir schon vorher. Die exponierte Lage direkt an der Elbmündung vermittelt ein ganz besonderes Flair und nimmt jeden Neuankömmling ob Erst- oder Wiederholungstäter schnell in Bann. Die SVC Marina ist hervorragend ausgestattet, tolle Stege, warme Duschen und einen gratis Blick auf die vorbeifahrende Großschifffahrt. Cuxhaven hat eigentlich durch die Marina schon alles wovon wir Segler träumen. Die Stadt und das Umland bieten Seglern wie auch allen übrigen nicht segelnden Touristen ein vielfältiges Programm.
Aufgrund des Schitwetters entschließen wir uns, unsere Aktivitäten auf indoor zu beschränken. Mit einem Besuch der Trans-Ocean Geschäftsstelle am Bahnhof, bei dem die Kinder voller Stolz 15 Exemplare des aktuellen TO-Heftes in Empfang nehmen, beginnt der Tag. Wir schnuppern zum ersten Mal in den ‚heiligen Hallen‘ der Langfahrtensegler und freuen uns umso mehr, dass wir Teil dieser Gemeinschaft sind. Der Nachmittag ist dem Museum Windstärke 10 gewidmet. Wir lernen viel über die Fischerei- und Seefahrtsgeschichte von Cuxhaven, die Überfischung der Meere und was zwischenzeitlich dagegen getan wird, sowie über die dramatische Seegeschichte der Deutschen Bucht. Unzählige Wracks verursacht durch Kriege, Kollisionen, Sturm oder andere Unglücke, säumen die Deutsche Bucht und im speziellen die Elbmündung. In anschaulichen Modellen, Filmen und sonstigen Demonstrationsobjekten wird dem Besucher, klein oder groß, ein kurzweiliger und fesselnder Aufenthalt gestaltet.

Herzlichen Dank an die Trans Ocean Geschäftsstelle Frau Eichardt, Frau Kühnast, wir haben uns sehr wohl bei Ihnen gefühlt!

Hr. Dr.Jan Böhner, Vorstand des SVC sowie Ehefrau Inge: Herzlichen Dank auch für Ihren Besuch und die vielen Geschenke mit denen Sie die Kinder überrascht und glücklich gemacht haben.

Morgen geht es weiter nach Glücksstadt, dann am Samstag in den Hamburg City Sporthafen. Für Auswärtige der Tip: Der City Hafen ist am besten per U-Bahn, Station Baumwall zu erreichen.

Anbei auch noch der Artikel der heute in den Cuxhavener Nachrichten erschienen ist. Uns gefällt er, auch wenn nicht jedes Wort auf die Goldwaage gelegt werden sollte ;-).

Artikel aus den heutigen Cuxhavener Nachrichten:
Cuxhavener Nachrichten 30.7.2015

Die Anreise auf der Deutschen Bucht durch die unterschiedlichen Reeden sowie „Einflugschneisen“ der Tanker ist immer wieder spannend!
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Ein Seehund begrüßt uns im Hafen von Cuxhaven, schon vor der Küste hatten wir Schweinswale gesichtet
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Gastlandsflaggen sowie unsere Rally Flaggen ziehren das Vorstag
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Eine Unachtsamkeit läßt die Flaggenleine kappen. Spezialeinsatz für Neeli gegen frühen Abend und bei ca. 6 Bfd steigt sie furchtlos ins Top Unseres Mastes, immerhin fast 20m Höhe über dem Wasserspiegel…
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…holt das ausgerauschte Topnantfall herunter…
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… und ist wenig später wieder glücklich am sicheren Deck der ANNE angekommen
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Wir besuchen die Geschäftsstelle des Trans Ocean Vereins und erhalten einen TO-Stander- Danke!
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Ein Besuch im sehenswerten Maritimen Museum Windstärke 10 zeigt die gestrandeten Schiffe in der deutschen Bucht (Punkte). Allein 1883 waren es 50 Deutsche Schiffe, internationale Wracks wurden nicht gezählt 😉
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Cuxhaven – ANNE erreicht heimische Gefilde

„Papa, warum sind denn hier soviele deutsche Schiffe?“, fragt Neele, als wir den Hafen von Cuxhaven erreichen. „Nun, mein Schatz, das liegt daran, dass wir fast schon wieder zu hause sind, hier sind wir erstmalig wieder auf deutschem Boden“, erwidere ich ihr. Große Augen macht sie: „Wie, dann ist unserer Reise schon zu Ende?“ sagt sie und rollt dabei so wunderbar mit ihren blauen Augen.
Ja und nein, wir sind fast schon wieder zu Hause, noch nicht im Heimathafen ‚Heiligenhafen‘ aber nicht wirklich weit von hier. Zu Ende ist der Traum damit aber noch lange nicht. Die letzten 170sm die wir seit Makkum in gut 30h zurückgelegt haben, hatten es nochmal in sich. 15° kalte meist nasse Luft haben uns ein anstengendes Ankommen beschehrt. Nicht umsonst heißt es, wer im Englischen Kanal segelt, kann überall auf der Welt segeln. Die Anzahl der Verkehrsschiffe die wir auf dem Weg sehen ist beeindruckend. Auch hier wieder einmal eine gutes Gefühl, technisch mit AIS ausgestattet zu sein und so viele Schiffe bereit weit vor dem Insicht kommen „sehen“ zu können. Die Großschifffahrt stellt erneut keine Probleme da, jeder hält sich an die Spielregeln und mögliche Kollisionskurse werden frühzeitig durch Richtungsänderung um ein paar Grad endschärft. Lediglich die hohe Anzahl an Tonnen auf dem Weg zur und in die Elbe rein, fordern uns ständig. An Schlaf während der Wache ist auch hier während der letzten Nacht nicht zu denken. Das dies eine reale Gefahr ist, erzählt uns Norbert, der seit 4 Wochen in Cuxhaven und Umgebung liegt, weil sein Schiff unfreiwilligen frontalen Kontakt mit einer Kardinalstonne hatte. Zwar kein Wassereinbruch im Schiff, wohl aber ein aufwendiger und teurer Schaden am Bug seines Schiffes. Nur gut, dass es für solche Fälle Versicherungen (Pantaenius) gibt, auf die man sich verlassen kann.
Das Willkommen in Cuxhaven ist, abgesehen vom schrecklichen vorherbstlichen Wetter, phänomenal. Wir treffen die PALOMA LEGATO samt Crew, die ihre Reise jüngst angetreten haben.
Marc-Anton, Nicoletta, die gesamte ANNE Crew wünscht Euch die Zeit Eures Lebens, allzeit Fair Winds und lasst uns über Euren Blog vielleicht ein wenig an Euren Törn teilhaben, sodass wir dem nordeutschen Winter zumindest gedanklich entkommen können.
Danke allen für die netten Grüße und Glückwünsche über die Ankunft in Good Old Germany, wir haben uns wieder sehr darüber gefreut. Sogar die Lokalpresse aus Cuxhaven hat sich bereits auf der ANNE gezeigt, der Artikel wird Blog verlinkt, sobald wir ihn haben.

Wie gehts weiter:
Bis Freitag verweilen wir hier in Cuxhaven, um dann nach Glückstadt zu schippern. Von dort laufen wir wie schon geplant am Samstag den 1.8. gegen Nachmittag (ca. 15:00 Uhr) in den City Sporthafen ein, um dort das Wochenende zu verbringen. Am Montag geht es dann weiter nach Wedel wo wir die ANNE ausräumen und unseren „Hausstand“ in unser neues altes Heim wieder verfrachten. Warme Duschen, ein Bett, dass größer als unser Salon ist, sowie ein Sommer der wieder zurückkommt. Herrlich, wie sollt es schöner sein.

Wir freuen uns über jeden Besuch über das Wochenende hinweg und ein Anstoßen an Bord auf die letzten 13.000sm die wir in unserem Kielwasser gelassen haben.