Archiv für den Monat: Juni 2015

Sao Jorge – Grün, grüner – Sao Jorgo

Die letzten Aktivitäten rund um die Kaimauer von Horta sind durch Arne, Lasse und Nette erfolgreich abgeschlossen. ANNE und Crew ist an der Hafenmauer verewigt. Gegen 11:00 Uhr geht es bei strahlendem Sonnenschein und leichtem Wind um 10kn zur Nachbarinsel von Faial, Sao Horta. Die 22sm nehmen wir unter Vollzeug und in Begleitung der PATCHWORK. Es folgt eine schöne Fotosession und erneute Sichtung von Walen. Ohne Welle und mit leichtem Wind gleiten die zwei Familiencrews auf die entfernte Insel zu. Am Ende muss der Diesel zur Unterstützung angeschmissen werden, das Azorenhoch ist zurzeit sehr ausgeprägt und vertreibt den Wind im Umkreis von 100sm rund um die Inseln.
Die Marina Vela auf Sao Jorge ist unser Ziel, sie ist direkt an einer Steilküste gelegen und bietet nach der „großen“ Marina auf Faial einen schönen Kontrast. Laut unseres Revierführers bietet sie nur Platz für 12 Gastyachten und hat auch sonst einen sehr individuellen Charm. Der Marinero erkärt uns die Benutzung von Duschen und Waschmaschinen: „Sagt mir einfach am Ende wie viel Ihr es genutzt habt, ganz einfach.“ Überhaupt ist der Marinero ein Spielgelbild der Inselgemeinde. Knapp 8000 Seelen leben auf Sao Jorgo, mitten in einer hochmodernen EU finanzierten Infrastruktur. Sie versprühen eine Gelassenheit und Freundlichkeit wie wir sie selten erfahren haben. „Geht heute Abend zur Feuerwehr, dort wird gefeiert…. guckt Euch diese Wandertour an, die ist so wunderbar…“.

Gesagt getan. Das Wetter ohne Bewölkung und freie Sicht auf den Pico der Nachbarinsel verheißt Gutes. Mit zwei Mietwagen ausgestattet machen wir uns zu neunt auf den Weg an die Nordostküste der Insel um eine, wie das Prospekt ausgibt, 2,5h Wanderung durchzuführen. Am Ende wandern wir 5h bei schönstem Wetter, umgeben von einer Traumnatur. Der Weg führt uns vom 905m hohen Berg Pedra Vermelha runter auf Meeresniveau, vorbei an Wasserfällen, Bächen und nie endendem grünen Wiesen und Wäldern. Zum Segeln sind die Azoren, vorausgesetzt es hat Wind, sehr gut, zum Wandern sind sie sogar exzellent!

Die Tage vergehen entspannt bei Klönschnack und gutem Essen. Thunfischfilet für 6 Euro das Kilo, bestes Rindfleisch für nicht viel mehr. Wir kochen, grillen und trinken zusammen mit der PATCHWORK sowie der NAMASTE, die zwei Tage später hier eintrifft. Besonders für die Kinder sind die Azoren sicherlich einer der Highlights der Reise. Kein Abend vergeht an denen die Kinder sich nicht zum „ausbootigen“ schlafen verabreden. Sogar Schule wir erfolgreich zusammen auf „fremden“ Boote ausgeführt.

Morgen geht es weiter auf die Nachbarinsel Terceira, unserem letzten Stop bevor es dann Ende Juni Richtung England auf unseren letzten langen Schlag von ca. 1200sm geht. Bis dahin genießt und nutzt die Zeit wo immer ihr seid.

„Wir haben nicht zu wenig Zeit, aber wir verschwenden zu viel davon“.
Seneca

Ahoi auf der Hafenmauer von Horta
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Kids 4 fun
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Der Künstler betrachtet sein Werk – hm, die übrigen Bilder sind irgendwie anders ausgerichtet
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Wir finden es trotzdem gut!
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Gemeinsame Schule an Board der PATCHWORK
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ANNE macht Spaß…
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…sieht gut aus…
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…sonnt sich.
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PATCHWORK hoch am Wind
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Ziel erreicht
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Pico endlich wieder frei.
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Sushi auf der PATCHWORK, selbtgefangener Drückerfisch und selbstgekaufter Thunfisch.
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Besuch einer Käserei
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Faial, Horta – die besondere Insel

Horta heißt für uns – ankommen bei Freunden. Nach der langen Fahrt sind wir glücklich, dass wir Horta zwar mit viel Dieselunterstützung aber eben sicher anlaufen können. Das Insichtkommen von Land nach vielen Tagen auf dem Atlantik ist immer wieder ein ganz besonderer Moment, ein Gefühl, dass wir hoffentlich nie vergessen werden. Horta ist in den Frühlingsmonaten das Eldorado der Segler und wird von 100tern von ihnen belagert. Strategisch günstig mitten im Atlantik kommt niemand an Horta vorbei, gleich ob er nach Süden ins Mittelmeer oder wie wir weiter gen Norden will.

Wie wir schon zuvor in Porto Santo oder Bermuda erfahren durften, versprüht Horta einen Duft der Langfahrtsegler süchtig macht. Zu jeder Seite der Insel liegen mindestens 1000sm bis zum nächsten Land, eine Strecke auf der einem viel Seemannschaft abverlangt wird. Erneut haben wir ein glückliches Händchen mit dem Wetter und kommen ohne nennenswerte Defekte an. Beim Anlanden läßt sich nur der Motor zunächst nicht elektronisch mittels des Schaltpanels im Cockpit abstellen. Nach Erreichen unseres zugewiesenen Liegeplatzes, wir liegen im Päckchen wie fast 50% der Marina Gäste, stoppen wir den Motor mechanisch und kümmern uns erst Tage später um die Behebung des vermeintlichen Schadens.

Soviel Glück haben nicht alle. Wir sehen viele emsige Sipper und Mechaniker die an ihren Schiffen diverse Dinge reparieren. Gerissene Wanten und Stagen, defekte Hydrauliksysteme, zerrissene Segel, diverse Elektrikprobleme, etc. die Liste ist lang und unterschiedlich. Doch wirklich schlimme Schäden bleiben während unseres Aufenthalts aus. Alle im Hafen sind froh und stolz über das Ankommen, die kleinen Probleme werden verdrängt und gelöst. Am Abend eines jeden Tages treffen sich die Segler und viele der sonstigen Touristen in Peter. Das Sport Café ist eine Institution, die schon viele Jahrzehnte existiert und Seglern in jeglicher Hinsicht behilflich ist. Ob es um das Zustellen eines Paketes, die Suche bei einem Mechaniker oder halt nur das Bier bzw. gute Essen ist – im Sport Cafe wird dir geholfen, fühlst du dich wohl und triffst den halben Hafen.
In den darauffolgenden Tagen unser Ankunft, wird es voll im Hafen. Neben den 50 ARC Europe Schiffen treffen auch viele unser bekannten Schiffe ein: PATCHWORK, LUBINI, AMAZONE, OJALA, TIMEOUT, VELELLA, DORY, ELLEIDA 6, SARK, ADIO, CAPTAIN TOO DO und NAMASTE. Kein Gang durch den Hafen ohne ein Schwätzchen mit den anderen Schiffen. Wie war die Überfahrt, Fisch gefangen, was sind die weiteren Pläne etc..

Die Tage verlaufen intensiv und abwechslungsreich. Zusammen mit der PATCHWORK explorieren wir die Insel, unternehmen ein Whalewatching, gehen Tauchen, essen gut, klönen und feiern. Gesucht und gefunden nennt man das wohl. Es passt auf allen Ebenen – Kinder und Erwachsene verbringen viel Zeit und haben Spaß aneinander. Neben dem ganz besonderen maritimen Atmosphäre bietet Faial eine wunderbare Natur. Grün, hügelig erinnert es sehr an Schottland. Während einer Wanderung bewundern wir die Caldeira, einen erloschenen Vulkankrater – 400m tief und zwei Kilometer Durchmesser. Die Erde ist auf den Azoren noch immer aktiv. Das letzte Erdbeben war im Jahre 1998 und zerstörte viele historische Gebäude auf der Insel, deren Spuren noch heute gut zu erkennen sind. Damit drängen sich die Azoren für weitere Besuche auf. Viele Wanderwege, gutes und bezahlbares Essen sowie natürlich beste Segelbedingungen laden zum Wiederkommen ein. Wenn man den langen Weg auf eigenem Kiel nicht unbedingt wagen will, so findet man zB. mit Sail Azores ein lokales Charterunternehmen, welches schöne Yachten im Portfolio hat. Nicht günstig aber sicherlich ein besonderer Charterurlaub.

Morgen geht es zusammen mit der PATCHWORK weiter auf die Nachbarinsel Sao Jorge.

Nochmal zum Eletronikproblem: Unser vermeintlicher Schaden am Schaltpanel des Motors klärt sich verblüffend einfach auf. Beim über die Schulterschauen des zu Hilfe gerufenen Technikers, der wie wir erst mal kräftig mit dem Durchessen der Kabel und Schalter beschäftigt ist, stelle ich überraschst fest, dass der Schalter der Motor Hauptsicherung auf „off“ steht. Ohne diesen gibt es wie bei einer Lampe mit ausgeschaltetem Schalter kein Licht, oder eben am Schaltpanel kein Strom… . Eines der Kinder hat den Schalter irrtümlicher Weise ausgeschaltet als es den Inverter stattdessen ausschalten wollte
;-))).

Grandioser Blick von unserem Liegeplatz auf den Pico…
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… auch bei Nacht schön, wenn er denn frei von Wolken ist.
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Unzertrennlich
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Naturschwimmbad auf der Südseite der Insel. Die frischen Temperaturen von 20 Grad reizen niemanden zum Baden.
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Vulkanmuseum im Westen von Faial
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„Nur“ noch 1800sm bis nach hause…
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Es gibt Orte, da gefallen auch Woken und Regen, die Azoren gehören dazu.
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Sie gefällt immer.
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Caldeira Schlucht – ideales Wandergebiet
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Hortensien säumen die Straßenhänge rund um die Caldeira.
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Wir besuchen den holländischen Künstler John van Opstal zu Hause, der sein Leben dem Bemalen von Walzähnen gewidmet hat. Wir erfahren viel über die Bemaltechnik aber auch das Leben auf den Azoren und ihren Bewohnern. Lohnenswerter Besuch!
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Scrimshaw – Gravurtechnik auf Walzähnen
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Peter Cafe Sport – ein muss auf Faial für Segler
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Traditionelles Walfangboot
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Walwatching mit Noberto
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Wir sehen Pottwale beim „Shallow Dive“…
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… und sind zugegeben etwas vers… durch die Beobachtungen der Überfahrt
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Noberto – ein besonderer Mann
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Torberto auch
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30kn Fahrt mit 300PS – Papa, wir brauchen ein neues Dinghi 😉
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Delfine und keinen hauts um – wir müssen nach Hause
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Die berühmte Kaimaier von Horta, sie versprüht wunderbare Geschichten
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Kinder wie sie nicht glücklicher sein können
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Überfahrt Azoren – Bildliche Eindrücke – Happy Birthday Susi

Dank allen für die zahlreichen Kommentare und Glückwünsche zur Ankunft und Überfahrt. Wir haben uns wieder sehr über die Anteilnahme gefreut. Anbei ein paar Bilder die die schöne Überfahrt bildlich darstellen.

Ausfahrt von Bermuda und ab gehts auf die 1800sm lange Fahrt gen Osten.
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Ohne ihn wären die ersten 6 Tage sicherlich nicht so entspannt und angenehm zu segeln gewesen. Wir flogen den Wing 5 Tage und drei Nächte, davon 72h non-stop.
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Von Sonnenunter- und -aufgängen wurden wir diesmal verwöhnt, ganz anders als beim Hinweg
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Wir treffen David, der sich sehr über unseren Funkkontakt freut, der erste seit 14 Tagen, seit dem er die Ostkaribik St.Maarten verlassen hat.
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Es folgt eine grandiose Filmsession. David möcht sein Schiff später verkaufen und freut sich über gute Bilder sehr. Sind gespannt was er sagt, wenn er sie sieht. Noch ist er unterwegs….
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Schule an Bord – eine arbeitet, einer stört der andere boykotiert ;-)), nur Spaß
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Spannender Personenaustausch per Dinghi auf dem Atlantik. ELLIDA 6 und TIMEOUT
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Wunderbar
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Kuchen gabs ab dem Bergfest täglich, Lasse backt ihn ganz alleine
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Delfine sehen wir fast jeden Tag
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ANNE läuft bei jedem Wind
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Unter Segel und Motor…
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…bei Tag und Nacht
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Wir sehen ca. 10 herrenlose Bojen und sammeln eine auf
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Delfinausschau halten
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Ah, da sind sie wieder
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Wenn ich groß bin kaufe ich mir eine eigene Brille
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Relax, sleep
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Ich will wieder an die Nordsee
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Wal auf Kollisionskurs auf 6 Uhr
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Grindwale sonnen sich…
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…wir lassen uns treiben und machen den Motor aus
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Portugisische Galere, sehr schön, nur nicht beim Schwimmen berühren
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noch ein Wal, irre…
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… und Schildkröten
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Ach ja, motort wurde auch mal, so gute 1000sm… da füllt man gern ein bischen Diesel nach
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Ninjas auf ANNE, zum Glück haben sie uns am Leben gelassen
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Wunderbare Sonnenaufgänge am Ende einer kurzen Nacht
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noch mehr Wale
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Unseren einzigen Fang lassen wir wieder frei, Hühnchen hatten wir genug
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Kurz vor Faial
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Bilder von Neele gemacht
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Pico, mit 2400m der größte Berg Portugals
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Berühmte Kaimauer auf Horta, wir verewigen uns auch noch
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