Archiv für den Tag: 18. April 2015

Great Abaco, Bahamas – Photo Eindrücke

Leuchtturm von Nassau
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Impression eines bahimischen Draufgängers, Nassau
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Atlantis wir sagen „Tschüss“, es hat uns gut gefallen
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Skyline von Nassau. Aus der Ferne erkennt man zuerst die Luxusresorts, da sonst keine Landeserhebung auszumachen ist.
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Schatz, wir müssen nach Hause, die Kinder sehen irgendwie komisch aus….
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Ach was, das kann warten 😉
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Segeln bei 12kn, null Welle und 3m Wassertiefe in den Abacos
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Sandbänke sind gut in den Karten verzeichnet und gut zu erkennen
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Seit Tagen toben Waldbrände auf Great Abaco, zum Glück sind wir weit weg
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Great Abaca, Hope Town, der Name ist Programm
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Aufgrund unseres Tiefganges können wir nicht näher als 0,5sm an den Hafen heran
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Sogar der Leutturm ist bund, irgendwie verrückt, oder 😉
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Blick in die Hurrican Hole, Hope Town
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Hier bin ich
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Der Leuchtturm wird noch manuell betrieben und ist von 1806. Damals war „Wrecking“ also das Ausschlachten von gestrandeten Schiffen ein relevanter Geschäftszweig auf den Bahamas. Verständlicher Weise waren daher die Aufschreie groß, als der erste Leuchtturm gebaut wurde.
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Neele gefällt es.
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Sogar der Supermarkt ist farbenfroh geprägt.
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… wie auch das Eiscafe
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Foto
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Am 14.4. ist von Cape Caneveral eine private Rakete zur ISS gestartet. Wir können Sie aus gut 150sm Entfernung am Himmel sehen (siehe Streifen oben am Bildrand), was für ein bewegender Moment, den wir andächtig vom Leuchtturm aus mitverfolgen ;-)).
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Great Abaco, Bahamas – Ruhige Tage vor dem Aufbruch gen Osten

Unser letzter Stop in der Karibik ist Great Abaco und die nördlichen vorgelagerten Inseln. Wir nutzen die abflauenden südöstlichen Winde um die 90sm über Nacht nach Great Abaco zu segeln. Wie schon so häufig, können wir einen direkten Anlieger fahren, also Great Abaco direkt ansteuern ohne ein Manöver in der Nacht fahren zu müssen Jedoch müssen wir einen Kurs am Wind mit ca. 60 Grad fahren. Ein merkwürdiges Gefühl ist das aber gewiss eine gute Eingewöhnung für die nächsten segelreichen Wochen die vor uns liegen. ANNE fährt bei knapp 15kn Wind im zweiten Reff im Gross, die Genua ist zu 50% eingerollt. Wir haben über die letzten Monate eine solch konservative Segelstellung schätzen gelernt, hat sie uns doch vor ungeliebten Überraschungen in der Nacht bewahrt.
Am Morgen erreichen wir die Einfahrt zu Little Harbour, am nordöstlichen Punkt von Great Abaco. Auch hier gilt wie bisher, dass die Einfahrt hinter die Riffe bzw. vorgelagerten Inseln am besten bei Tageslicht zu bewerkstelligen ist. Die Wassertiefen, die unsere Explorer Charts ausweisen sind selten tiefer als 5m, meist um die 3m. Die vergangen Wochen haben uns gelehrt, dass das Befahren der Bahamas nicht wirklich kompliziert ist wenn man sich an ein paar Grundregeln hält. Selbst mit einem Tiefgang von 2,1m den die ANNE hat, können wir problemlos fast jedes Ziel ansteuern welches wir uns wünschen. Sicherlich mit einem schicken Katamaran, wäre das „gangholing“, also das Erforschen von Gebieten wo sonst noch niemand war, deutlich einfacher, aber es geht auch so.
Von den Abacos hatten wir bereits viel Gutes gehört und in der Tat, wir sind begeistert über das was wir sehen. Es ist eine Kombination von Ruhe, Einsamkeit, Wohlstand, Gemütlichkeit und Entspanntheit, die die Inselgruppe versprüht. Teile der vorher von uns bereisten Bahamas waren schon ruhig und abgeschieden, was wir mögen. Auch die Abacos werden nur noch von wenigen Seglern besucht, oder diese sind vielleicht schon wieder weitergezogen, so dass wir sie kaum wahrnehmen. Mit maximal 3-5 Booten sind die riesigen Buchten grenzenlos frei. Auch relevante Marinas haben wir bislang nicht wahrgenommen.
Wir verbringen die Tage an den geschützten Küsten der östlich vorgelagerten Inselgruppen, von denen jede maximal ein paar Kilometer lang ist und eigentlich nie breiter als einige Hundert Meter. Der Wind hat die Tage nachgelassen, so dass fast keine Wellenbildung entsteht, herrlich so tagelang vor Anker zu liegen und in den Tag vollkommen offen zu leben. Vollkommen offen stimmt natürlich nur eingeschränkt. Die Ruhe des Wassers und des Windes kommt auch den Kindern zu gute. Dank der wenigen Abwechslung können wir ungestört die Osterferien beenden und uns den ernsten Dingen des Lebens zu wenden ;-).
Für Spaß bleibt jedoch immer genügend Zeit, das ist das schöne am Reisen. Sobald die schulischen Arbeiten erledig sind, gehört der Tag uns. Fahren wir zur nahegelegenen Insel mit dem Dinghi, gehen wir mit dem SUP Wasserskifahren hinter dem Dinghi oder reicht eine ausgedehnte Badesession an der ANNE. Wasser wird uns einfach nicht langweilig, können wir endlose gemeinsame Nachmittage so prima verbringen. Zwischendurch gibt es auch immer wieder etwas leckeres aus der Bordküche. Wie schon zu Beginn der Reise von Lasse verkündet, macht er seinem Anspruch als Smutje wirklich alle Ehre. Pfannkuchen, Nudeln, Omeletts, Bacon & Eggs, Kuchen, Pizza etc. werden von ihm mit großer Freude nun schon regelmäßig serviert und er duldet dabei auch fast keine Hilfe.
Nach ein paar Tagen verholen wir ins 10sm entfernte Hope Town. Hope Town präsentiert sich beeindruckend farbprächtig, verspielt und sympathisch. Man nimmt den Wohlstand der zweifelsohne auf den Abacos herrscht, besonders in „lovely“ Hope Town war. Zum einen besticht die Architektur mit vielfältigen Details. Hier eine aufwändige Dachkonstruktion von der aus der Sternenhimmel beobachtet werden kann, dort verschiedenste Verzierungen die Zäune, Türen und Fenster umspielen. Und immer wieder diese Farben, nie zuvor haben wir Häuser in derartig frischen und leuchtenden Farben wahrgenommen. Der Wohlstand ist andererseits auch den kleinen Supermärkten zu entnehmen. Wie gut, dass wir noch recht ordentlich auf der ANNE proviantiert sind. Bis auf das letzte Glas selbstgemachter Lehrter Erdbeermarmelade, was wir derzeit anbrechen, ist es um unsere Vorräte an Korn und sonstigem noch gut bestellt, so dass wir lediglich das Frische nachkaufen müssen. Die Preise liegen anspruchsvoll hoch, negativ Highlights sind: 8 Rollen Küchenpapier für 32 US Dollar, 10 Rollen Klopapier für 24 US Dollar, 1l Milch für 4 US Dollar, ein Toastbrot für 10 US Dollar…. . Nun, irgendwie müssen wir da durch, ich werde wohl die Kinder zum einkaufen schicken, um das preisliche Elend wenigstens nicht live ertragen zu müssen.

Ansonsten verbringen wir gemeinsame Stunden zusammen mit Paul und Debra von der Thumi. Paul und Debra haben mit uns zusammen an der Atlantic Odyssey teilgenommen und uns ferner in Martinique viele sehr schöne Ort der Karibik, die wir später bereisen durften, empfohlen.
Und hier ist es wieder, was wir schon so oft positiv erfahren haben, die Gesellschaft zu so vielen verschiedenen Menschen. Die gemeinsamen Abende in den unterschiedlichen Cockpits sind die besonderen Momente die wir sehr genießen. Paul und Debra sind bereits auf ihrer zweiten Atlantik Runde. Ausgestattet mit den Erfahrungen aus der ersten Runde geht es nun erneut an die schönsten Ecken in der Karibik und später womöglich rund um die Welt. Der heutige Tag wurde mit gegenseitigen Geschenken versüßt. Wir erhalten ein paar Kanister der geschätzten „Thumi Quelle“ (Wassermacher Wasser) und revanchieren uns mit gutem frischen deutschen Brot. Der gemeinsame Tag endet mit einer einstündigen Segeltour auf der ANNE, um unser Parasail vorzuführen. Beeindruckt vom einfachen Handling des Segels und der eingespielten ANNE Crew, verabreden wir uns für die nächsten Tagen in Guana Cay, dort wo Sonntags immer Spanferkel gegrillt wird.
Die letzten Stundes des Tages sind wieder dem Wasserspaß rund um die ANNE gewidmet. Nachdem der Mittag bereits ausgiebig genutzt wurde, um mit dem SUP hinter dem Dinghi zu surfen, ist nun das Kiteboard dran. Nacheinander gelingt es Lasse, Neele und Torge sich ein paar Meter auf dem Kiteboard hinter unserem mit dem 5 PS Motor betriebenen Dinghi zu halten. Am weitesten gelingt es Neele, mit Geschick und sicherlich auch dem geringsten Kampfgewicht, schafft sie 50m hinter dem Boot zu gleiten, sehr zum Neid ihres großen Bruders. Wie schön wäre doch ein 10 PS oder gar noch stärkerer Motor. Träumen wird ja wohl erlaubt sein 😉

Entsprechende Bilder gibt es beim nächsten verfügbaren WLAN Point.