Archiv für den Monat: Februar 2015

Antigua Jolly, English und Falmouth Harbor u. Nonsuch Bay – Größe wird neu definiert

Wir haben lange überlegt, ob wir erst nach Antigua oder doch besser erst nach Montserrat fahren, wollen wir doch das gegenan „Gebolze“ so gering wie möglich halten. Das Karibische Segeln hat zwei Gesichter, besser man sucht sich immer vorab die Schokoladenseite heraus, dann gibt es während der Inselüberfahrten keine Überraschungen. In einem der Vorbereitungsbücher die wir vor dem Törn studiert haben, lobt sich einer der Autoren, dass er bereits nach zwei Saisonen -das sei sehr früh und bei weitem eher als der Durchschnitt- wusste wie der Hase in der Karibik läuft. Nach seinen Erfahrungen, ist ein sorgfältige Studium der Wetterprognose für das erfolgreiche Cruising in der Karibik verantwortlich. Ok, das Buch ist bereits ca. 10 Jahre alt und Smartphones auf denen man die Wetterprognosen sehr detailliert und vor allem komfortabel täglich lesen kann, sind auch noch nicht so lange verfügbar. Die Vorhersage sagte südliche Winde an, die wollten wir nutzen, so die Planung. Nachdem unser Aufenthalt an der Ankerbucht vor Montserrat jedoch derartig rolly war, wagen wir einen Vorstoß der entgegen der Prognose war. Zu allem Übel auch noch erst gegen 13 Uhr, also spät am Tag. Nach ca. einer Stunde gegen Gebolze rechne ich aus, dass es eine Ankunft ziemlich sicher erst bei Dunkelheit wird, das mögen wir nicht, so drehen wir spontan wieder um und genießen eine weitere Nacht auf der Wackelpiste. Zwei Cocktails in der wunderbaren Strandbar versüßen uns die Nacht. Am nächsten Tag, der Wind noch immer ca. 18kn voll gegen an, starten wir früher und segeln entspannt im zweiten Reff hoch am Wind. Völlig überraschend, gibt es kein Rebellieren der Crew auch Torge ist mit Neele und Lasse im Spiel vertieft. Unsere Erfahrung zum Wetter nach 3 Monaten weiten Reff und dann klappt es auch gegen den Wind mit einem guten Segelschiff.
Nach 27sm erreichen wir Antigua am frühen Nachmittag und sind von dem türkisen Wasser geblendet. Was für ein Traum der Untergrund beschert uns eine endlose Sicht auf einen Untergrund wie man ihn sich nicht schöner ausmalen kann. Wir lernen beim Ankerwerfen jedoch auch, dass die tükiese Wasserfarbe ihre Nachteile hat. Keinen Meter Sichtweite ist die Folge, ein Abtauchen des gesetzten Eisens daher völlig sinnlos. Ist jedoch auch nicht nötig. Die Bucht vor Jolly Harbor ist weit und hält eine Ideale Ankertiefe von 5m auf sicherlich einigen Seemeilen bereit.
Kurz vor Ankunft machen wir erstmalig mit einem der Superyachten Bekanntschaft. Mit ca. 15kn braust die Minimaxi (ca. 25m lang, daher erhält diese Klasse bereits einen Kosenamen … ) von hinten an uns vorbei. Aus unerklärlichen Gründen zieht sie ein paar Hundert Meter weiter direkt von BB vor uns und verlangsamt die Fahrt… . Na, wer wird sich denn von so einem Schiffchen denn die Vorfahrt nehmen, denke ich und warte ab. Nachdem der Minimax keine Anstalten zur Kursänderung macht, steuere ich die Anne ca. 50m hinter dem Heck des Großen nach BB um so den drohenden Konflikt zu entschärfen. Keine 30m vom Schiff entfernt, sehen wir ein Teil der Crew wild gestikuliern – sie haben ihre Angel nicht eingeholt und wir drohen dort reinzufahren. Also erneut Kursänderung, so dass wir das Schiff, welches nun die Fahrt vollständig rausgenommen hat, an STB passieren wollen. Dies gelingt auch, bis es, auf unser Höhe wieder Gas gibt und der ANNE erneut das Fahrwasser zu kreuzen droht. Sichtlich genervt gestikuliere ich nun meinerseits den zwei Pappnasen, dass sie sich gefälligst aus meiner beabsichtigten Kursrichtung fernhaften sollten. Dies gefällt nun sichtlich auch dem Geldadel nicht, wir werden von wüsten Beschimpfungen und Gestiegen, inkl. der minderjährigen Crew die sich an Deck zum Sonnen befindet überzogen. Wir ärgern uns und fühlen uns in unseren Vorurteilen bestätigt. Motorbootfahrer agieren anders als Segelwassersportler, solche mit sehr viel Geld scheinbar nochmals anders. Beim Einklarieren im Hafen, treffe ich auf den Eigner und den Skipper und erkenne beide an ihren T-Shirts inkl. der schönen Schiffsbestickung. Auf meine freche Frage -„do you had engine problems ;-)“, erkennt mich der italienische Eigner und poltert in unverkennbarer Arroganz los – „wieso, du hattest doch dein Segel unten und hast meinen Kurs gekreuzt“… . Der Beamte schlichtet den aufkommenden Streit und verweist auf die auszufüllenden Papiere. Der Eigner dreht sich zu seinem Skipper um und macht ihm Druck, warum es denn so lange dauert. Ich gebe die Papiere der ANNE und Crew ab und bin froh, dass wir unser Schiff selbst steuern und verantworten können.

Antigua ist eine charmante Insel, sehr dem Segelsport verschrieben. Regelmäßig finden im März zwei Veranstaltungen (Antigua Sailing u. Classic Week) statt, die wohl am ehesten mit der Kieler Woche zu vergleichen sind. Nur das die teilnehmenden Schiffe ungleich spektakulärer sind. Haben wir in den vorigen südlicheren West Indies jeweils einzelne Superyachten gesehen, so treten diese hier, auch abseits der Veranstaltungen im Rudel auf. Antigua, St.Barts und St.Marten sind die Lokationen der Schwerreichen. Das „Who is Who“ der Schwerreichen läßt hier im Winter ihre Boote liegen und fährt diese von Zeit zu Zeit auch aus. Die Schiffe, besonders die Segelschiffe, sind eine Augenweide. Stets hervorragend gepflegt, sind sie meinst Wunder der Technik und vereinen häufig Tradition und Moderne miteinander. Nachdem man einige dieser Segelmonster im Hafen bestaunt hat, tritt schnell Normalität ein. 100 bis 200 Fuß, beleuchtete 5 Salinge, e-Winschen die groß wie ein Mann sind, Tenders mit 300 und mehr PS und und und… . Leider konnten wir keines der Traumschiffe besichtigen, merken jedoch auch schnell, dass wir mit solchen Menschen nicht tauschen möchten. Ankern in dritter Reihe, ständig eine mehrköpfige Crew um sich herum laufen haben, niemals alleine das rasend schnelle Tender selbst steuern? Nein, wir sind mit der ANNE noch immer sehr zu frieden, nur Katamarane machen es uns immer schwerer zu widerstehen, ist doch die Bewegungsfreiheit auf zwei Rümpfen einfach unheimlich sexy.

Was ist sonst noch auf Antigua passiert? Wir haben die Traditionshäfen English und Falmouth Harbor besichtigt, dort wo Lord Nelson einst die englische Flotte versteckt hat, haben in der Nonsuch Bay einen Hai unter der ANNE beobachten können und eine weitere Kitesession unternommen.

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Großartige Schiffe, hier gibt gerade Torge seine Einschätzung zum Besten
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Im März startet eine Regatta von Ruderern, die von den Kanaren nach Antigua Rundern…
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Großartiges Designer Schiff „Venus“, welches nun der Familie des verstorbenen Steve Jobs gehört. Jobs hatte zwei Jahre lang mit dem Designer Phillip Starck an dem unkonventionellen Schiff gewerkelt. Viele außergewöhnliche Details – irgendwie wie ein iphone nur mit 100m etwas länger und mit knapp 100 Mio auch etwas teurer.
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Das können wir auch, nur schöner 😉
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Montserrat – die zwei Gesichter der Karibik

Wunderschöne Inseln, paradiesische Strände so nehmen wir die Karibik war. Hurrikane und Vulkane gehören jedoch auch zu dieser Welt, passen sie doch so gar nicht in das Bild was wir bisher kennenlernen durften. Montserrat ist, wie viele der karibischen Insel vulkanischen Ursprungs. Für mehrere Jahrhunderte schlummerte der Vulkan Soufriere still vor sich hin. Doch erstmalig vor fast genau 20 Jahren brach der Soufriere jedoch aus und begrub weite Teile der Hauptstadt Plymouth, weitere Eruptionen folgten in den Jahren. Zuletzt 2010 trug er große Asche und Geröllmassen hervor. Auch wir konnten die riesigen Rauchschwaden beim Vorbeifahren sehen und riechen. Während eines Landausfluges mit einem der einheimischen Taxifahrers nehmen wir beklemmende Eindrücke von der evakuierten Stadt mit. Vor dem Ausbruch war Montserrat eine blühende britisch geprägte Insel, die gerne von der englische High Society besucht wurde. Nach dem Ausbruch verließ ein Großteil der Bevölkerung die Insel, wurde in Teilen nach England evakuiert. Auch unser Taxifahrer machte einen Versuch in England Fuß zu fassen, gab ihn jedoch auf. Trotz finanzieller Unterstützung durch die englische Regierung gab er offen zu, dass die Kälte der Grund seiner Rückkehr sei. Mit ihr zu leben scheint schwieriger zu sein, als am Fuße eines lodernden Vulkans.
Heute sieht man an allen Ecken, dass es mit Montserrat wieder vorwärts gehen soll. Gemäß des britischen Plans soll an der Bucht Little Bay in der wir ankern, die neue Hauptstadt entstehen.
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In einem Blog unser Freunde von der Alytes.de hat Fritze seine Eindrücke sehr bewegend niedergeschrieben:

http://logbook.alytes.de/2015/01/montserrat-17-01-2015-19-01-2015/#comment-247

Schicksalsschläge 2.0: Wo die Natur beweist, dass wir gar nichts sind und eine Handvoll Menschen zeigt, dass SY wir alles können. Alles in einem kleinen, rauen Paradies.

Seamus lauscht für einen Moment dem leisen Klopfen, das für Kokospalmen das Rauschen der Blätter bedeutet. Die harten Wedel reiben ihre Rippen im leichten Wind. Er ist so irisch, wie die anderen Westafrikaner, die die Briten als Sklaven vor über 250 Jahren in die Karibik brachten.

Fast greifbar erstreckt sich im Tal vor ihm ein grauer Strom aus staubiger Asche.

Vor 20 Jahren war er über die Felder seiner Farm gelaufen. Zwischen den hier Dasheen genannten Taos, mit saftigen Blättern und nussigen Wurzeln. Die Ernte war gut. Seine Pflanzen in bestem Zustand, auch wenn er sie nicht im Wasser zog, sondern nur in feuchter Erde.

Hinter ihm das ruhige Widerkäuen seiner Kühe. Weiter oben am Hang eine kleine Ziegenherde. Er war jetzt fünfzig. Hatte hart gearbeitet und ein besseres Leben aufgebaut. Besser als seine Cousins, die auf den Baumwollplantagen gegen Lohn arbeiten. Besser als sein Vater, der früh unter der Arbeit der rassistischen Kolonialherren seiner Zeit zusammengebrochen war. Noch ein paar Jahre, und er würde die Farm an seinen Sohn übergeben. Vorher wollte er noch ein Gästehaus bauen. Er war Maurer und Tischler.

Heute Abend würde er zusammen mit Phil, Cecil und den Jungs im Lizard’s wieder flüstern und Träume von der Unabhängigkeit träumen. Wieso Antigua, wieso St. Kitts und nicht Montserrat? Sie hatten genug Landwirtschaft um sich zu ernähren, sie hatten Baumwolle für Devisen und Cecil war mit seinem Hotel einer der reichsten Leute auf der Insel. Mehr Hotels würden folgen. Das war klar. Das Geld der Briten senden sie jedes Jahr zurück. Das brauchen und wollen sie nicht. Soll sich der Gouverneur doch nutzlos fühlen.

Die Kinder rennen den Hügel zur Farm hinauf. Zwei Töchter und ein Sohn. Sie kommen gemeinsam von der Schule in Plymouth. Aber sie lachen nicht. Sie schreien und rufen. Der Berg rumort lauter und unten, in Plymouth läuten die Glocken. Alle.

Die Kinder werden von einem Polizei-Pickup überholt. Durch den Lautsprecher plärrt die ohnehin schon unangenehme Stimme vom Constable. Alle müssen raus. In zwei Stunden müssen alle im Norden, hinter dem Zentralgebirge, in Deckung gehen. Der Soufriere bricht aus.

Mit Tränen in den Augen sieht Seamus, wie der westliche Teil seiner Farm unter Asche begraben wird. Sein Haus steht noch. Er darf sogar dorthin zurück. Für weitere zwei Jahre pflegen sie das Haus. Dann, 1997 noch ein Ausbruch. Diesmal hatten sie Pech. Einer seiner Brüder wurde in einem Tal eingeschlossen und mit achtzehn Männern unter der Asche erstickt.Seamus lebte nun in provisorischen Bretterbuden der Regierung. Er hätte das besser gebaut. Er wusste, wie man karibische Häuser baut. Doch es gab keine Zeit. Fast zwei Drittel der Bevölkerung brauchte eine neue Bleibe. Praktisch alle Schulen waren zerstört. Das gesamte Farmland unter Asche begraben. Zu Essen gab es Reis, Dosenfrüchte und Ölsardienen. Es hat sie satt gemacht, aber es war ein Graus, im Vergleich zu Dasheens, frischen Mangos, Bananen und dem Gemüse aus dem Garten. Seine Frau würde nach England gehen. Mit den Kindern, damit sie eine gute Bildung bekommen würden. Mehr als die Hälfte seiner Nachbarn und Freunde würden folgen. Die Träume aus dem Lizard‘s waren unter Staub erstickt. Wie das Vue Pointe Hotel und wie seine Dasheens.
Die Tiere hatte er noch frei gelassen. Zusammen mit anderen waren sie jetzt die größte Wildtierherde – Kühe, Schweine, Ziegen und Schafe – der Karibik. Ein schwacher Trost. Hin und wieder jagen sie Schweine in den Bergen. Für jeden Penny der Briten waren sie nun dankbar. Und Seamus machte das, was er schon immer gemacht hat: Neu anfangen. Häuser bauen. Und Taxi fahren, für die wenigen Touristen, die noch nach Montserrat kommen.

Er fuhr sie durch die „Exclusion Zone“. Am Anfang hatte er noch ein Kloß im Hals. Und eine Wut im Bauch. Wie sie mit glänzenden Augen die Geisterstädte ansahen. Wie sie den „morbiden Charme“ priesen. Als wären sie in Disneyland. Sie stolperten mit Ihren Turnschuhen – jedes Paar so teuer wie zwei Monatsgehälter – über die Asche seiner Dasheens. Nur um nachher auf Ihre weißen Boote zurückzukehren und ein Cocktail auf die großartigen Erlebnisse und das Elend der Welt zu trinken. Zum Glück konnten sie mit der Borddusche noch die Asche von den Schuhen spülen. Bitte keine Flecken an Deck.

Aber er hatte sich daran gewöhnt. Sie zahlten gutes Geld. Harte US-Dollars. 100 für vier Stunden fahren mit dem Auto. Manche haben sich interessiert. Die fuhr er dann zu den schöneren Flecken. Näher an die alte Hauptstadt. Mit einem Bein in der verbotenen „Zone V“.

Vielleicht auch zu dem Schildkrötenstrand und zu den Projekten, die die Insel wieder nach vorn bringen sollen. Er erzählt dann von den Wahlen, davon dass der alte Premier die 5.400 Leute nicht gut geführt hat und das der neue, junge es endlich besser machen wird. Ein Tiefwasserhafen für Kreuzfahrtschiffe, mehr Fährverbindungen und keine unsinnigen Projekte, auf Sand gebaut. Er erzählt dann über Politik und wie in einem Inseldorf, das ein wenig Staat spielt, im Kleinen alles genau so läuft in Europa im Großen. Menschen halt.

Manche haben die wunderschöne Insel verstanden. Schroff und grün und fruchtbar. Und trotz der Bedrohung durch den Vulkan das schönste Stück Heimat, was man haben kann. Überhaupt. Der Vulkan. Bedrohlich aber auch großartig. Schroff und karg spuckt er heiße Wolken über den blauen Himmel, die sich mit dem Passat mischen. An Land einzigartige, endemische Echsen, Pelikane die sich in der Bucht ins Wasser stürzen. Kolonien von Fregattvögeln. Und Landschaft wie aus dem Bilderbuch.

Sie haben verstanden, was noch zu tun war. Das wir auch nach 20 Jahren kein Ziel erreicht haben. Und das er, Seamus, das alles nicht mehr erleben würde. Er hat eine Basis aufgebaut. Die Asche ist fruchtbar. Die Ernte würden andere, nach ihm einfahren. Hoffentlich verbocken die es nicht.

Seamus macht sich auf zur Abendmesse in der St. Patricks-Church. So irisch, wie ein Mann der Karibik nur sein kann.

Auf dem Meer sieht er, weit unten und klein, ein Katamaran Richtung Norden segeln

21.Januar Alytes.de von Fritze

Les Saintes, Guadeloupe – traumhafte französische Inseln

Wir arbeiten uns weiter nach Norden vor stoppen jeweils für zwei Tage auf den französischen Inseln Les Saintes und Guadeoupe. Von Les Saintes hatten wir bereits Gutes gehört, von Guadeloupe eher ‚lasst es links liegen‘. Auch ohne tiefere Einblicke in beide Inseln bekommen zu haben, können wir wieder nur Gutes an diesen Orten finden. Ja, auch hier gibt es keine netten Boatboys und somit Fisch nur im Restaurant oder Supermarkt, dennoch strahlen beide Inseln eine Ruhe und Langsamkeit aus, dass wir gerne länger dort geblieben wären.

Beide Inseln sind großartige Schnorchel- und Tauchgebiete. Auf Les Saintes legen wir am späten Nachmittag eine gemeinsame Schnorchelstunde ein, sehen Feuerfische und Lobster. Auf dem Rückweg zur ANNE, immerhin fast eine Seemeile entfernt die wir mit dem neuen Dinghi problemlos zurücklegen können, treffen wir wieder auf die ROTE GRÜTZE, ein befreundetes Schiff welches wir zuletzt auf Lanzarote gesehen haben. Wir werfen ein kurzes ‚Hallo‘ herüber und sehen zu, dass wir vor Anbruch der Dunkelheit zurück zur ANNE kommen.

Am nächsten Tag geht es weiter nach Guadeloupe. Beim ‚Belauschen‘ des Funkverkehrs hören wie die FLORENTINE und verabreden kurzerhand, dass wir einen Stop in der Marina machen. Ohne Wassermacher an Bord ist es alle paar Wochen nötig unsere 540l fassenden Wassertanks aufzufüllen. Diesel und Strom haben wir stattdessen im Überfluss.
Wir genießen das Wiedersehen mit Peter und Katrin, Nette mixt uns ihre allseits geschätzten Cocktails bei denen herrlich die letzten Erlebnisse und Geschichten ausgetauscht werden.

Guadeloupe, Pigeon Island ist der nächste Stop an dem wir zwei Tage verweilen. Der maritime Nationalpark Jaques Cousteau lädt zum verweilen ein. Keine 10m von den Felsen entfernt, machen wir an einer Boje fest und können direkt vom Boot aus tauchen und schnorcheln.
Ein Traumtag wie er nicht schöner sein kann. Nette und ich gehen in 10-12m Tiefe tauchen und die Kinder können uns von der Wasseroberfläche aus sehen und begleiten. Immer wieder kommt eines der Schwimmkinder uns entgegengetaucht, und wirft uns freudiges Winken entgegen. Einfach schön zu sehen, welche Schwimm- und Tauchfertigkeit die drei entwickelt haben und wie Selbstverständlich der Umgang mit dem Wasser ist. Die ansässige Tauchschule füllt unsere Flaschen für kleines Geld, so dass wir am nächsten Tag erneut tauchen können. Diesmal nimmt Nette die Kinder auf 1-2m Tiefe mit sich runter, ich filme (siehe unten das Ergebnis) derweil mit Lasse’s neuer GoPro. Hoffentlich hält diese nun länger ;-).

Nach einem weiteren kurzen Stop in Deshaies, nordwestliche Höhe von Guadeloupe, segeln wir weiter nach Montserrat.

Nette taucht

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Hier ein kleines Video unseres Tauchgangs:
ANNE Dive small