Archiv für den Tag: 6. Dezember 2014

Tag 14 – Wind wieder da, alles klar

Mit den ersten Sonnenstrahlen wechseln wir die Segel und schlagen unser Parasail wieder an. Ruhig und schnell geht es bei 12kn voran. Gegen 14 Uhr sichten wir erneut direkt am Boot Blauwale. Zwei mittelgroße Exemplare (ca. Bootslänge) cruisen ein paar Momente dicht unter der Oberfläche mit uns mit. Zweimal sehen wir den so typischen Luftausstoß, dann sind sie weg.

Das schönste Cruisen geht weiter, Sonne satt und der Wind zwischenzeitlich bei ca. 15kn. Für Sonntag soll mehr Wind kommen, wir sind gespannt, von den anderen hören wir, dass sie ca. 500sm vor uns wieder die Motoren angeschmissen haben.

Larrikin und Mahe 3 – Glückwunsch zur Ankunft und dieser schnellen Überfahrt!

Tag 13 – Nachtrag

technische Anmerkung aus dem Backoffice:  der Bericht von Tag 13  ist wohl im Atlantik versickert … nie hier angekommen! Deswegen startet dieser Tag gleich mit einem Nachtrag …

Der gestrige Tag war einer der bisher schönsten. Den ganzen Tag waren die Kinder in einerseits adventlicher Stimmung, andererseits in froher Erwartung auf unser Bergfest. Erneutes Keksebacken stellt bei allen sicher, dass der Schokolationswert nicht unter den notwendigen Level abfällt. Dann, kurz nach 19 Uhr ist es so weit, 1499sm bis Martinique liegen nur noch vor uns. Cola, Apfelschorle und diverse kleine Süßigkeiten wie Haribo Tüten werden serviert. Die Kinder haben den ganzen Tag bereits wie eine Einheit miteinander gespielt, sind in einer

Traumspielwelt aus Figuren Büchern entschwunden. Solch harmonische Stunden werden uns noch lange in Erinnerung bleiben, die wenige Ablenkung hier auf dem Meer hat einen guten Einfluss auf die Kinder. Sie sind durch die Umgebung angenehm gezwungen, sich mit sich selbst und ihren Geschwistern auseinander zu setzen. Gerade liest Neele Torge ein Buch vor, sehr süß.

Mitten im Zuckerrausch, macht die Angel dieses ratschende alarmierende Geräusch, welches bei allen sofort den Jagdinstinkt auslöst. Ein dicker Brocken hat sich rechtzeitig zum Abendbrot festgebissen. Nach bravourösem Kampf, holt Lasse eine gut 1m lange Golddorade ans Deck. Neele steht an erster Linie und hilft mit einer bewundernswerten Geduld, den Fisch zu filetieren. Frisch gegrillt wird der Fisch zum frisch gebackenen Brot

serviert, das Leben kann nicht viel schöner sein. Als dann noch gegen 21 Uhr der Wind wieder auffrischt, setzen wir Gross und Fock und fahren in die Nacht hinein. Auch wenn das Aussetzen unserer Glückslaterne, ein einfacher Papierheißluftballon der mit einer kleinen Brennpaste den nötigen Auftrieb erhält, nicht ganz so gut klappt, sind die Kinder gut gelaunt. Jeder darf heute Nachtwache mitmachen und so gesellen sich Neele und der Skipper nach einer langen Vorlesestunde von Nette in die Koje.

Gegen 3 Uhr werden die Rollen getauscht. Torge, Lasse und Nette fallen in die Kojen unter Deck, während Neele und ich die Decksverantwortung übernehmen. Mit 10kn Wind verläuft die Nacht ruhig und entspannt.