Archiv für den Tag: 1. November 2014

La Graciosa – es gefällt uns noch immer so gut

Es gibt gute und bessere Tage, heute war einer der letzteren. Nachdem die letzten Schultage für Lehrende und Lernende herausfordernd waren, verlief der heutige Vormittag sehr gut. Nachdem wir uns mit den Olchis in Stimmung gelesen hatten, stand die Langfahrt Törnplanung im Fokus.

Was wäre, wenn wir über den Atlantik fahren würden? Wie lang dauerte so ein großer Schlag, was wäre der ideale Weg?- wo stünde die Strömung günstig, wo sind günstige Winde zu erwarten-, wie viele Tage würden wir unterwegs sein?, wie viel Wasser sollten wir mitnehmen, an was gilt es sonst noch bei einer solchen Überquerung zu denken??
Nachdem wir uns aus dem Pilotage Atlas die historischen Wind- und Strömungsaufzeichnungen angesehen hatten, war der Idealkurs schnell gefunden. Eine Passage im November / Dezember baut auf die beständigen Passatwinde, die Seglern die Ost-West Passage ermöglichen. Diese moderaten Winde mit Stärken um die 5 Beaufort blasen relativ konstant im November / Dezember und sind ab 20-25 Grad nördlicher Breite und ca. 30 Grad westlicher Länge anzutreffen. Zwei Alternativen werden besprochen und berechnet. Ca. 3000sm liegen zwischen Lanzarote und Martinique in der Karibik. Weiter wird berechnet, dass die Passage in Abhängigkeit von der Durchschnittsgeschwindkeit zwischen 19 und 30 Tagen Zeit in Anspruch nehmen würde. Demzufolge wäre die Mitnahme von ca. 300l Wasser ratsam. Welches Volumen dies ausmacht bzw. wo und ob man so eine Wassermenge überhaupt stauen könnte und ob für so eine lange Zeit überhaupt genügend Essen eingepackt werden kann, wird in den kommenden Tagen weiter untersucht.

Nach so intensiver Arbeit, mussten dringend die Köpfe abgekühlt werden. Mittels einer einfachen Konstruktion wird der Spibaum als Turnstange umgebaut und mittels eines Festmachers zur Liane umfunktioniert. Was für ein Spass sich von Deck im hohen Bogen mittels des Seils ins Wasser zu schleudern. Lautstarkes Gejohle untermalt die tollkühnen Sprünge und es ist selbst aus der Nähe nicht erkennbar wem das Happening mehr Spass macht, Kindern oder Erwachsenen ;-).

Nach einem kurzen Mittag mit leckeren warmen Sandwichen steht ein weiterer Testflug mit unserem Downhill Segel an. Bei diesmal etwas stärkeren Winden von bis zu 9-12kn beschleunigt uns der Flügel leicht auf 7kn. Wir fahren Kurse zwischen 90-180 Grad, fahren eine Halse und sind begeistert. ANNE liegt sehr ruhig und krängt weniger gewohnt, zudem liegt sie satt auf Kurs und lässt selbst bei Windlöchern kaum an Geschwindigkeit nach ;-).

Nach der erfolgreichen Testfahrt geht es ab ins Dinghi. Zusammen mit Torgi gelingt es das Dinghi mit unserem 5PS Zweitakter ins Gleiten zu bringen. Ein Riesenspass, doch es wird schnell klar, das wird nicht zu fünft klappen, ebensowenig wie Wakeboarden – also Raum für Verbesserung ;-)).

Nach einer ausgiebigen Schnorcheltour und guten Gesprächen mit Bernard von der Vida krönen wir diesen tollen Tag mit einem schönen Grillabschluss an Board.
Die Mädels (Angelika, Anika und Nette) hatten es sich derweil an Bord bei einem vorgezogenen Sundowner gemütlich gemacht. Ende gut alles gut, bitte mehr davon!

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