Archiv für den Monat: Juni 2014

Farewell – Hamburg macht die Trennung schwer

Ein perfektes Wettertiming lässt den Himmel nach Dauerregen in der Nachr und am Morgen gegen 12:00 Uhr aufklaren. Passend, da ab 13:00 Uhr der Besucherstrom von Freunden, Verwandten, ehemaligen Nachbarn und Bekannten beginnt und erst nach 18:00 Uhr wieder verebbt.

Liebe Besucher,
vielen Dank für Euer kommen und die teilweise recht langen Anreisen, die ihr auf Euch genommen habt!
Rundum ein würdiger toller Tag!

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In Hamburg sagt man Tschüss, in Steinwedel auf Wiedersehen

Und wieder einen Schritt weiter. Hätte mir jemand gestern um 15:00 Uhr gesagt, dass wir nicht mal 24h später das Auto gepackt, das Haus ordentlich verlassen (Danke Sandra, Lina und Kirsten!!) und an den Nachmieter übergeben (hurra Sekt für alle!), ich hätte es nicht geglaubt. Völlig entnervt saß ich zu dem Zeitpunkt in der S-Bahn mit der maximal anspruchsvollen Mission „Mietwagen holen“. Eine beinahe endlose Odyssey von 4,5h die nicht enden wollte.

Mit Abstand relativiert sich jedoch der Blick auf zurückliegende Herausforderungen und schärft ihn gleichzeitig für kommende Hürden ;-).

Vielen Dank liebe Freunde für den entspannten und unkomplizierten Abschied den wir mit Euch feiern durften, vielen Dank liebes Sixt Team Hannover Flughafen, dass ihr trotz meiner zweistündigen Verspätung kulanter Weise einen so tollen Van organisieren konntet, lieber Marcel & liebe Monika, vielen Dank, dass ihr Lasse noch so einen schönen Abschied beschert, lieber Herbert für das tolle Burgerfleisch und deine Begeisterung die du für unser Vorhaben zeigst. Steinwedel nicht traurig sein, wir kommen wieder, so schnell werdet ihr uns nicht los!

Getreu dem Motto – alles wird gut- werden wir uns ab morgen weiter in die Proviantierungsthematik einarbeiten und dann sehen ob der Haustand so an Bord bleiben kann oder ggf. in den verbleibende Tagen noch dezimiert werden muss.

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Das große Beladen und die Queen Mom

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Einer geht noch rein, oder wie viel braucht es um ein Schiff zu versenken ;-). Nette hat sich mit all den Büchern (ca. 100kg), gesunden Lebensmitteln (80kg Getreide, 20kg Müsli, 30kg Nudeln) wirklich alle Mühe gegeben, sich auf wirklich absolut notwendige Dinge zu beschränken, der Fön blieb zu hause ;-). Meine persönliche Top 3 an Dingen, die unbedingt auf eine Segelyacht gehören:

Top 3: zwei Boogie Boards

Top 2: ein Roller und ein Skateboard

Top 1: zwei Kiteboards , drei Kite Schirme + Tauchausrüstung und Schnorchelequiment

Frei nach dem Motto „zurücktragen geht immer“ haben wir die letzten Tage hartnäckig daran gearbeitet, die Belastungsgrenze von Herberts Hänger in neue Sphären zu heben. Gesagt getan – der Hänger war am Samstag morgen Punkt 9:00 Uhr gepackt, das Kleinkommando ebenfalls startklar. Nach endlosen 4,5h Anreise haben wir es uns dann erst einmal mit Lutz an Bord bei Kaffee und Kuchen gut gehen lassen. Lutz hat irre viel Erfahrung und hat uns von seinem jüngsten Überführungstörn (ca. 2500sm) mit einer 20m Segelyacht von Bordeaux nach Malta berichtet und nebenbei wichtige finale Tipps zur Überfahrt in den Süden mitgegeben.  Kurz vor dem WM Anstoß (Deutschland – Ghana) haben wir uns dann eine Zwangspause bei Spaghetti mit Rucola und Tomaten verordnet und nebenbei das schöne Spiel auf unserem XXS-Taschenformat Fernseher genossen.

Sonntag hieß es dann – „es lebe das Chaos – Hauptsache man fährt los“. Um 11:00 Uhr haben wir die Leinen losgeworfen und sind mit auflaufenden Wasser und Wind von achtern elbaufwärts gesegelt. Die Fahrt war erneut mit Sonne gekrönt und einfach nur ein Highlight. Wir haben den spektakulären Schiffsverkehr einfach nur in uns aufgesogen. Queen Mary 2, ein Viermaster vor dem Cityhafen und viele Container Schiffe, Lotsen, Piloten, Barkassen usw..

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Rund um ein genialer Tag, wenn man von den gefühlten 10 Tonnen Proviant die geschleppt wurden mal absieht. In der Tat haben wir eher ein Platz Problem beim Proviatieren, denn ein Gewichtsproblem. Nach ein paar Rechnungen haben wir schnell rausgefunden, dass es uns eher am Raum mangelt, als dass das Zuladegewicht der begrenzende Faktor wäre.

Was soll ich sagen – wir sind  in Hannover nun wieder gut angekommen und alles hat tatsächlich ins Schiff reingepasst. Hätte ich nie gedacht, Nette war sich immer sicher ;-), dass es passt. Ich bin gespannt, was wir in den verbleibenden fünf Tagen noch an weiteren Proviant-Ideen entwickeln ;-)).